Ob Sommerfest, Firmenjubiläum oder Konzert mit mehreren Hundert Gästen – jede öffentliche Veranstaltung bringt Sicherheitsrisiken mit sich. Und als Veranstalter tragen Sie die volle Verantwortung. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf es bei der Planung eines professionellen Veranstaltungsschutzes ankommt.

Die Rechtslage: Kein Event ohne Sicherheitskonzept

In Deutschland ist die Rechtslage klar: Nach § 38 der Muster-Versammlungsstättenverordnung (MVStättV) sind Veranstalter verpflichtet, ein Sicherheitskonzept vorzulegen, sobald bestimmte Besucherzahlen oder Risikofaktoren erreicht sind. Wer dagegen verstößt, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern haftet im Ernstfall mit seinem Privatvermögen.

Doch auch bei kleineren Events ohne formale Genehmigungspflicht gilt: Kommt es zu Personenschäden oder Sachbeschädigung, wird die Staatsanwaltschaft prüfen, ob der Veranstalter fahrlässig gehandelt hat. Ein professionelles Sicherheitskonzept entlastet Sie – im besten Fall verhindert es den Vorfall von vornherein.

Die 5 Phasen eines sicheren Events

1. Risikoanalyse (4–8 Wochen vor dem Event)
Wir analysieren gemeinsam mit Ihnen die Location, das erwartete Publikum und das Programm. Ist mit Alkoholkonsum zu rechnen? Gibt es politisch exponierte Gäste? Ist die Location schlecht einsehbar oder schwer zu evakuieren?

2. Sicherheitskonzept (2–4 Wochen vor dem Event)
Basierend auf der Analyse erstellen wir ein maßgeschneidertes Konzept: Anzahl des Sicherheitspersonals, Positionierung der Posten, Zugangskontrollen, Taschenkontrollen, Fluchtwege, Brandschutz, Kommunikationswege.

3. Technische Ausstattung (1–2 Wochen vor dem Event)
Je nach Bedarf installieren wir Überwachungskameras, Metalldetektoren, Absperrungen und Beleuchtung. Bei Open-Air-Veranstaltungen planen wir zusätzliche Maßnahmen für Wetterextreme ein.

4. Live-Einsatz (Veranstaltungstag)
Unsere Einsatzkräfte sind vor Ort, kontrollieren die Eingänge, beobachten die Menge und greifen bei Bedarf deeskalierend ein. Ein Einsatzleiter koordiniert das Team und ist ständig mit Ihnen als Veranstalter im Austausch.

5. Nachbereitung (1–3 Tage nach dem Event)
Wir dokumentieren alle Vorfälle, erstellen einen Abschlussbericht und besprechen Verbesserungsmöglichkeiten für künftige Veranstaltungen.

Was kostet Veranstaltungsschutz?

Die Kosten variieren je nach Event-Größe und Risikoeinschätzung. Als Faustregel gilt:

  • Kleines Firmenfest (bis 100 Gäste): ab 2 Sicherheitskräften, ca. 400–600 Euro
  • Mittelgroßes Event (bis 500 Gäste): 4–6 Sicherheitskräfte, ca. 1.200–2.000 Euro
  • Großveranstaltung (ab 1.000 Gäste): individuelles Angebot nach Analyse

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